Freitag, 20. Februar

I.
NARODNIK ist zurück an der Blogfront. Die alte Ideologienkritik gegenüber jenen >Linken< , die sich geschichtsphilosophisch becirct (Aufklärung als Mythos) für die Parteinahme mit den Imperialismen dieser Welt entscheiden oder sonstige szenepolitischen Deppenbewegungen bejubelpersern, ist nachwievor gültig.

Denn wenn es wirklich so ist, dass >die Linke< diejenige politische Fraktion innerhalb gesellschaftlichen Gesamtarbeiters darstellt, die an der Aktualisierung des nurmehr latenten Klassenbewußtseins am meisten interessiert ist – dann erweist sich die Mehrheit der gegenwärtigen Restlinken als unfähig, eine organisationspraktische Strategie zu skizzieren, die auf eine sozialistische Organisierung der Gesellschaft hierzulande hinaus will.

Die Tatsache, dass die große Masse der Leute in diesem Laden noch nicht als fertige Kritiker der Lohnarbeit unterwegs sind, stiftet gerade die Notwendigkeit einer emanzipativen Agitation entlang der Bedürfnisdimension der konkreten Individuen. Eine Linke, welche die Dialektik der temporären Trennung von klassenbewußten Initiativgruppen zu den Massen nicht durchhält, verkennt, dass entweder alle tanzen oder keiner. Sozialismus, als die Selbstorganisation der unmittelbaren Produzenten, beruht auf der Selbsttätigkeit der Bevölkerung (bzw. den revolutionären Fraktionen des Proletariats). Politisierung zielt ab auf ein Totalitätsbewußtsein, welches die Hintanhaltung der Bedürfnisbefriedigung auf die Bedingungen von Warenproduktion zurückführt. Die agitatorische Praxis hat dies immer wieder für diejenigen, die noch nicht sozialistisch organisiert sind, transparent zu machen.